
Die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche, auch bekannt als Mabon, markiert einen bedeutenden Moment im Jahreskreis: den Übergang vom Sommer zum Herbst. Zu diesem Fest stehen Licht und Schatten im vollkommenen Gleichgewicht – der Tag und die Nacht sind gleich lang. Es ist eine Zeit der Harmonie und des Gleichgewichts in der Natur und in uns selbst.
Mabon wird traditionell als Erntedankfest gefeiert. Die Früchte der Erde sind gereift, und es ist der Moment, die Gaben der Natur zu würdigen und Dankbarkeit für die Fülle zu zeigen. Es geht dabei nicht nur um die physische Ernte von Obst, Gemüse und Getreide, sondern auch um die symbolische Ernte im eigenen Leben. Welche Projekte, Beziehungen oder inneren Entwicklungen haben sich in den letzten Monaten entfaltet? Jetzt ist die Zeit, innezuhalten und diese „Ernte“ zu betrachten.
In spiritueller Hinsicht lädt uns die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche ein, uns wieder mit den Rhythmen der Natur zu verbinden und unsere innere Balance zu finden. Da das Licht abnimmt und die Dunkelheit zunimmt, ist es ein guter Zeitpunkt, um sich auf die inneren Prozesse zu konzentrieren und sich auf die stillere, introspektive Zeit des Jahres vorzubereiten.
In dieser Zeit des Gleichgewichts zwischen Licht und Schatten können folgende Fragen zur Selbstreflexion helfen, die eigene innere Harmonie zu erforschen:
- Was habe ich in diesem Jahr gesät, und welche Früchte darf ich jetzt ernten?
Reflektiere über deine Erfolge und die Dinge, die du in deinem Leben erschaffen hast. Welche inneren und äußeren Ernten darfst du nun feiern? - Welche Aspekte in meinem Leben sind im Ungleichgewicht, und wie kann ich Harmonie schaffen?
Die Tag-und-Nachtgleiche erinnert uns daran, Balance zu suchen. Welche Bereiche in deinem Leben benötigen mehr Aufmerksamkeit, um diese Balance herzustellen? - Was darf ich loslassen, um Raum für Neues zu schaffen?
So wie die Blätter von den Bäumen fallen, ist auch in uns eine Zeit des Loslassens. Gibt es Gedanken, Muster oder Beziehungen, die du nun verabschieden kannst? - Wie kann ich in den kommenden Monaten mehr auf meine innere Welt achten?
Da die Tage kürzer und die Nächte länger werden, ist es eine gute Zeit, sich auf die innere Reise zu begeben. Welche Rituale oder Gewohnheiten können dir helfen, in dieser dunkleren Jahreszeit inneren Frieden zu finden?
Mabon lehrt uns, die Balance zwischen Tun und Sein, zwischen Geben und Empfangen, zwischen Licht und Schatten zu finden. Es ist eine Einladung, uns mit der Natur und unserem Inneren zu verbinden, in Dankbarkeit zu leben und Raum für Transformation zu schaffen.
Ich lade Dich ein, Dir anlässlich von Mabon ein paar Minuten Zeit zu nehmen und die genannten Fragen zur Selbstrelektion für Dich zu beantworten. Vielleicht hast Du auch Lust, Dir als Unterstützung ein paar Orakelkarten zu ziehen. Schaffe Dir für diesen Moment eine wohltuende Atmosphäre, zünde Dir eine Kerze und wenn vorhanden, etwas Räucherwerk an und ziehe Dich ganz bewusst FÜR DICH zurück. Schenke Dir selber etwas Zeit!
Liebe Grüße,
Deine Stephanie